Vergissmeinnicht – für frisch Verliebte oder treulose Männer

Vergissmeinnicht – für frisch Verliebte oder treulose Männer

Alles über das Vergissmeinnicht. Das Symbol der Liebenden. Ehrlicher Treue. Verbunden mit Sehnsucht. Für Zusammengehörigkeit und Erinnerung.

Ob in den Bergen oder im Tal, es fällt überall auf, leuchtendes Azurblau das intensiver gefärbt ist als so manche andere Pflanze. Diese satte Farbe gibt ihnen der hohe Anteil an UV-Licht im Gebirge. Es gibt sie sowohl in Blau als auch in rosa/lila bis weiß. Ihre Bedeutung bleibt aber die gleiche.

Als schönes Geschenk dass man meist besonderen Menschen gibt, drückt die Blume den Wunsch aus, nicht vergessen zu werden. Innerhalb der Familie steht sie für Zusammengehörigkeit und Erinnerung.


Der volkstümliche Name entstammt aber einer Sage aus dem Mittelalter.

Die Pflanze konnte sich ihren eigenen Namen selbst nicht merken. So beschloss der Schöpfer sie daraufhin mit dem passenden Namen „Vergissmeinnicht“ zu taufen. In vielen Teilen der Welt ist dies bekannt. So wird die Blume in England beispielsweise „forget-me-not“ und in Frankreich „m’oubliez pas“ genannt. Selbst in China spielt der Name der Frühblüher auf die Vergesslichkeit an – „wu wang cao“ (übersetzt so viel wie Nicht-Vergessen-Kraut).

Vergissmeinnicht oder auch Myosotis. Dieses Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Mäuseohr“. Wohl auf die mäuseohrähnlichen Blätter zurückzuführen. Der Pflanzenname „Vergissmeinnicht“ ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt.


Traditionsgemäß symbolisiert diese Pflanze Treue und Liebe.

Eine alte Tradition pflegt dem Namen Vergissmeinnicht noch heute: Das Schenken der Frühblüher soll Treue und Liebe symbilisieren. Die blauen Blüten erinnerten früher gemäß dem Volksglauben an die Augen frisch verliebter Menschen, und wurden deswegen, meist vom Mann an die Frau verschenkt.


Die Blume drückt den Wunsch aus nich vergessen zu werden, aber auch Treulosigkeit der Männer.

In so manchen alten Schriften findet man den Name Fridiles auga („Auge des Geliebten“) als Pflanzenname.  Der Grund hierfür war die rasche Vergänglichkeit der Blüten und ihr leichtes Abbrechen, was mit der den Männern nach gesagten Treulosigkeit verglichen wurde. Andersherum wird aber auch behauptet, dass die Blüten die Frau an ihren Geliebten und ihre versprochene Treue erinnern sollte.

Auch auf Gräbern wird sie zum Teil gepflanzt, weswegen ihre Bedeutung auch auf Abschied bezogen wird.

 

 


Vergissmeinnicht

Es blüht ein schönes Blümchen

Auf unsrer grünen Au.

Sein Aug‘ ist wie der Himmel

So heiter und so blau.

Es weiß nicht viel zu reden

Und alles, was es spricht,

Ist immer nur dasselbe,

Ist nur: Vergissmeinnicht.

Wenn ich zwei Äuglein sehe

So heiter und so blau,

So denk‘ ich an mein Blümchen

Auf unsrer grünen Au.

Da kann ich auch nicht reden

Und nur mein Herze spricht,

So bange nur, so leise,

Und nur: Vergissmeinnicht.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)